IPU emblem
Internationale Paneuropa-Union

Jubiläumskongress in Wien

Mehr als 300 Teilnehmer versammelten sich vom 1. bis 4. Oktober 2026 in Wien zu einem Jubiläumskongress anlässlich des 100. Jahrestages des Ersten Paneuropa-Kongresses, der 1926 in Wien stattgefunden hatte, vier Jahre nach der Gründung der Paneuropa-Union.

Unter dem Motto „Für ein starkes Europa“ brachte der Kongress Paneuropäer sowie Vertreter des europäischen politischen, akademischen und gesellschaftlichen Lebens zusammen. Sie eint die Erkenntnis von der strategischen Bedeutung der europäischen Einigung und das Engagement für ein Europa, das nicht nur einen gemeinsamen Wirtschaftsraum bildet, sondern auch die Freiheit gewährleistet und durch seine Stärke schützt.

vienna 1

Zu den Rednern gehörten Karl von Habsburg, Ehrenpräsident der Paneuropa-Bewegung Österreich; Vitalij Klitschko, Bürgermeister von Kyjiw; Pavo Barišić, Präsident der Internationalen Paneuropa-Union; Vjosa Osmani, ehemalige Präsidentin der Republik Kosovo; Johannes Hahn, Präsident des Generalrats der Österreichischen Nationalbank; sowie zahlreiche weitere europäische Amtsträger und Vertreter paneuropäischer Organisationen.

Der Kongress war nicht nur eine Feier des hundertjährigen Jubiläums, sondern auch ein Anlass, über die Zukunft Europas nachzudenken. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Zukunft der europäischen Einigung, die Sicherheit Europas, eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik sowie die weitere Erweiterung der Europäischen Union. Die paneuropäische Idee war von Anfang an auf ein geeintes Europa ausgerichtet, das geopolitisch handlungsfähig ist.

vienna 2

Karl von Habsburg, Ehrenpräsident der Paneuropa-Bewegung Österreich, betonte die Notwendigkeit, dass Europa mehr Verantwortung für die Außen- und Sicherheitspolitik übernimmt. „In einem geeinten Europa können wir mehr erreichen als in den einzelnen Mitgliedstaaten. Die Europäische Union muss daher mehr Verantwortung für die Außen- und Sicherheitspolitik übernehmen. Zugleich braucht die Erweiterungspolitik neue Impulse.“

Vitalij Klitschko, Bürgermeister von Kyjiw, der per Videoschaltung am Kongress teilnahm, sprach über den Kampf der Ukraine für Freiheit, ihre europäische Zukunft und demokratische Werte. „Wir kämpfen für unsere Vision und unsere Zukunft. Wir wollen nicht Teil von Putins Imperium werden, sondern Teil der Europäischen Union und der demokratischen Welt. Mit unserem Kampf schützen wir auch jeden Einzelnen von Ihnen und den Frieden in Europa.“

Pavo Barišić, Präsident der Internationalen Paneuropa-Union, hob hervor, dass die Paneuropa-Bewegung für die Idee steht, die europäischen Völker in einer Gemeinschaft des Friedens, der Freiheit und der Zusammenarbeit zu vereinen. Der Frieden war und bleibt unser Ausgangspunkt.

 vienna 3

„Neben dem Frieden ist die Freiheit ein grundlegender Wert. Freiheit setzt Unabhängigkeit in der Entscheidungsfindung voraus, während Unabhängigkeit die Fähigkeit erfordert, sie zu verteidigen. Deshalb diskutieren wir heute auf unserem Jubiläumskongress über ein starkes Europa. Die Stärke Europas und seine Unabhängigkeit sind grundlegende Voraussetzungen für die Verteidigung der Freiheit.

„Die Unterstützung der Ukraine und ihrer Bürger bei der Verteidigung gegen die Aggression ist daher eine Pflicht all jener, die sich für einen gerechten Frieden einsetzen. Zugleich ist sie ein Beitrag zur Verteidigung der europäischen Sicherheit und der europäischen Werte. Die paneuropäische Antwort auf die Erosion der internationalen Rechtsordnung ist ein Europa, das eigenständig entscheiden, gemeinsam handeln und seine Werte wirksam schützen kann.

„Im Interesse der internationalen Sicherheit, aber auch seiner eigenen Sicherheit, muss die Europäische Union ihre Unterstützung für Länder fortsetzen, die Aggressionen und Sicherheitsbedrohungen ausgesetzt sind. Für die Ukraine und die Republik Moldau sowie für die Länder Südosteuropas gilt es, den europäischen Erweiterungsprozess fortzusetzen und zu beschleunigen“, erklärte Barišić.

vienna 4

Am Jubiläumskongress nahmen unter anderem auch Walburga Habsburg Douglas, Vizepräsidentin der Internationalen Paneuropa-Union; Vanja Gavran, Generalsekretär der Internationalen Paneuropa-Union und der Kroatischen Paneuropa-Union; Mislav Ježić, Mitglied des Präsidiums der Internationalen Paneuropa-Union und Ehrenpräsident der Kroatischen Paneuropa-Union; Franjo Topić, Mitglied des Präsidiums der Internationalen Paneuropa-Union und Präsident der Paneuropa-Union von Bosnien und Herzegowina; Andrej Lepavcov, Mitglied des Präsidiums der Internationalen Paneuropa-Union und Präsident der Mazedonischen Paneuropa-Union; Bernd Posselt, Mitglied des Präsidiums der Internationalen Paneuropa-Union und Präsident der Deutschen Paneuropa-Union; Gianna di Danieli, Mitglied des Präsidiums der Internationalen Paneuropa-Union und Präsidentin der Italienischen Paneuropa-Union; Johannes Kijas, Mitglied des Präsidiums der Internationalen Paneuropa-Union; Ihor Zhaloba, Mitglied des Präsidiums der Internationalen Paneuropa-Union und Präsident der Paneuropa-Union der Ukraine; Genc Pollo, Präsident der Paneuropa-Union Albaniens; Carlos Uriarte Sánchez, Präsident der Paneuropa-Union Spaniens; sowie Rainhard Kloucek, Präsident der Paneuropa-Bewegung Österreich und Gastgeber des Kongresses, teil. Darüber hinaus waren zahlreiche weitere Vertreter paneuropäischer Organisationen anwesend.

vienna 5

Im Anschluss an den Kongress fand in Wien eine Sitzung des Präsidiums der Internationalen Paneuropa-Union statt, auf der eine Resolution verabschiedet wurde, die diesem Text als Anlage beigefügt ist.

Programm (DE/EN) (PDF)
Resolution (EN) (PDF)